Alle Jahre wieder, zum Schuljahresende, wird auf dem Schulhof des Wilhelm-Gymnasiums gefeiert: ein buntes, fröhliches, ideenreiches Sommerfest mit reichlich kulinarischem Genuss und vielen Gästen: Eltern, Geschwistern, Großeltern, Ehemaligen. Auch ehemalige Lehrer wurden freudig begrüßt!
In diesem Jahr wurde dieses Fest erstmalig nicht mehr allein von den aktiven Schülerinnen und Schülern der SV und dem Schülersprecher-Team ausgestaltet, sondern von einem freiwilligen Planungsteam. Jede und jeder war eingeladen, sich mit Rat und Tat zu beteiligen. Es bildete sich ein Team aus Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und Eltern. Ab Mai trafen sich diese „kreativen“ Köpfe regelmäßig, um das Sommerfest zu planen und schließlich auszugestalten. „WG-Cabana 2008 – Chillen, schauen und genießen“ war das Motto.
Am Morgen des 4. Juli schickte „Petrus“ frische Luft und reichlich Regen; das tat gut nach den schwülen Temperaturen der Tage zuvor … mittags dann – fast pünktlich zum Aufbau – waren Sturm und Regen vorbei und das Fest konnte beginnen. Viele helfende Hände sorgten dafür, dass der Schulhof hinter dem Haupthaus schnell zu einem Festplatz hergerichtet wurde.
Um 14.30 Uhr wurde auf dem 10 x 15 Meter großen, den Schulhof dominierenden Street-Soccer-Court das erste Fußballspiel des Schulturniers angepfiffen. Im 6 Minuten-Takt lösten sich die 22 gemeldeten Teams aus den Jahrgängen 5 bis 11 ab. Es wurde ambitioniert, sportlich fair und torreich gespielt. Ein Schiedsrichterteam aus der 9s2 (Alina-Kim Steffen und Costa Drake) war mit wachsamen Augen dabei und musste nur hin und wieder regelnd tätig werden. Die Spieler waren zumeist sehr fair miteinander; es gab nur wenige Verletzungen.
Unter dem tosenden Applaus wurde das Lehrer-Eltern-Team auf dem Court von der Schülerschaft begrüßt: Herr Nikolajczyk, Herr Steinberg und Herr Upit, unterstützt von P. Niemann, A. Gebhardt, R. Möhle (9. Jahrgang) und T. Czech (5. Jahrgang). Szenenapplaus für Einzelleistungen und „Buh-Rufe“ wechselten sich ab. Wahre Fankurven wurden erkennbar.
Zur gleichen Zeit herrschte an allen Ständen auf dem Schulhof und auch im Gebäude buntes Treiben. Überall bildeten sich geduldige Warteschlangen: ob am Poffertjes-Stand, vor dem Glücksrad, beim Dosenwerfen oder Kistenrennen, beim Karaoke-Singen oder am Stand der Manga AG. Hier zeichneten junge Künstlerinnen für die Besucher und verteilten selbst gemachte Glückskekse.
Immer wieder wurde die kleine, zentral aufgebaute Bühne zum zweiten Mittelpunkt des Festes und erfreute die Gäste mit einem kleinen Programm: spritzige Flamenco-Tänze stimmten auf die nahe Urlaubszeit ein, eine Mini-Talk-Show ließ die Zuschauer schmunzeln und schließlich gab es auch noch eine Tai Chi-Vorführung. Alle Besucher konnten sich in einem kleinen Workshop am Nachmittag in die Grundkenntnisse dieser fernöstlichen Sportart einweisen lassen und dann gemeinsam das Erlernte den Besuchern vorstellen. Viele hatten Lust auf mehr …
Vielleicht Einradfahren lernen? Eine Nachwuchs-Einradgruppe zeigte ihr Können und das sah gar nicht so schwer aus, so gut beherrschten die Fünftklässler ihre „Fahrzeuge“. Leider stand diese Gruppe mit ihrer Vorführung ein wenig am Rande des Geschehens.
Nach 3 ½ Stunden Straßenfußball waren die drei torreichsten Mannschaften des WG gefunden. Alle drei bekamen Eisgutscheine vom Eiscafe „Tiziano“ im Wert von jeweils 30 Euro. Diese Gutscheine und auch die Anmietung des Street-Soccer-Feldes wurden vom Förderverein des WG gesponsert, außerdem bekam jede Klasse, die teilgenommen hat, eine Urkunde. Den 3. Platz belegte die Klasse 6b, auf Platz 2 kam die 7m2 und den ersten Platz erkämpfte sich die 10b. In der Hauptrunde hatte diese Mannschaft etwas Glück: Die Schiedsrichterin musste durch einen Münzwurf nach Gleichstand den Sieger ermitteln. So kam die 10b gegenüber der 11b in die Endrunde.
Das Fest bot neben Kaffee und Kuchen, gegrillter Bratwurst, frisch gebackenen Waffeln, selbstgemachtem Eis und Cocktails viele Möglichkeiten der Beschäftigung für ältere und jüngere Schülerinnen und Schüler und für die vielen Besucher. In einer Kunstausstellung präsentierten Schülerinnen und Schüler Ergebnisse aus dem Unterricht. Auch die Austauschprogramme nach Frankreich, in die USA, nach Polen und nach Griechenland wurden vorgestellt.
Und welchen Platz belegte eigentlich das Lehrer-Eltern-Team? Antwort gab uns Herr Andreas Upit, der „Team-Chef“: „ … leider hat die Entschlossenheit im Blick gegen die Übermacht des Gegners nicht gereicht – im nächsten Jahr trainieren wir vorher!“
Ein Sommerfest 2009 wird es bei solchen Versprechungen mit Sicherheit geben … Gegen eine Neuauflage eines Street-Soccer-Schulturniers in diesem Rahmen spricht bei so viel Engagement auch nichts … Einige Freiwillige sind also für 2009 bereits gefunden … weitere werden dann im kommenden Mai gesucht!
Antje Ute Möhle
Programm (pdf)