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Ein BIT, viele bits....
Der Berufsinformationstag am 12. September 2009

„Wenn dir das Leben eine Zitrone reicht, versuche Limonade daraus zu machen.“ Mit dieser Empfehlung begrüßte Herr J. Wabbel vom Förderverein des Wilhelm-Gymnasiums die Anwesenden in der gut besetzten Aula am Berufsinformationstag, kurz BIT.

Ja, wer an einem Samstag in die Schule geht, der ist entweder dazu verpflichtet worden oder herzlich eingeladen. Beides war der Fall am 12. September.

Aus einer kleinen, gemeinsamen Idee ist nach einer intensiven Vorbereitungszeit von einem ¾ Jahr ein beachtliches Projekt gewachsen. Ein Pilotprojekt für‘s WG?

Die Idee, Berufsinformationstage durchzuführen, ist wohlbekannt.

Der Schulelternrat des Wilhelm-Gymnasiums, unter der Leitung von Frau Sabine Campe, hat mit dem ersten BIT eine besondere Form für das WG erstmalig ausprobiert.

Insgesamt 86 Referentinnen und Referenten, allesamt Kenner ihres Berufsfeldes und ihrer selbst, haben an einem spätsommerlich-sonnigen Samstag beinahe alle zur Verfügung stehenden Klassenräume des Haupthauses belegt und sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 11 bis 13 gestellt: Authentisch, ehrlich und direkt, bei offenen Klassentüren.

In geradezu familiärer Atmosphäre in vertrauter Umgebung wurde über Ziele, Inhalte und Alltagserfahrungen in verschiedensten Berufen gesprochen. Persönliche Fragen wurden ebenso beantwortet, wie allgemeine Informationen über Berufsfelder und Studienmöglichkeiten zu bekommen waren.

Das Besondere am BIT war die Mischung der Referentinnen und Referenten: Eltern, ehemalige Schülerinnen und Schüler in sehr unterschiedlichem Alter, sowie Freunde und Förderer der Schule hatten sich an diesem Samstag von 11 bis 15 Uhr Zeit genommen, um der Abiturientia 2010 und den Oberstufenschülerinnen und –schülern des Doppeljahrgangs bei der Orientierung im Berufsfelder-Dschungel zu helfen. Die Informationen wurden in kleinen Gruppen oder sogar in Einzelgesprächen weitergegeben.

Die Schülerinnen und Schüler durften frei wählen, zu wem sie wie lange gehen und welche Fragen sie dort stellen wollten. Einige Referentinnen und Referenten hatten kurze Impuls-Vorträge vorbereitet, andere gingen sofort gezielt auf die Fragen der Jugendlichen ein.

Die Atmosphäre im Schulhaus war angenehm und fröhlich: untereinander wurden viele Kontakte geknüpft, zwischen Erfahrenen und Newcomern ebenso wie zwischen Berufskolleginnen und Berufskollegen. Ehemalige trafen sich freudig wieder, einige kehrten erstmalig seit Entgegennahme des eigenen Abiturzeugnisses in „ihre“ Schule zurück.

Auf Befragen eines Ehemaligen, warum er sich an diesem Tag beteiligt habe, bekam ich zur Antwort: „Ich möchte dieser Schule, den Schülerinnen und Schülern, etwas zurückgeben von dem, was ich aus dieser Schule mitgenommen habe.“

Viel guter Geist war zu spüren bei allen Beteiligten, die diesen BIT 2009 mit Leben erfüllt haben. Neben guter geistiger Nahrung gab es ein vielfältiges Buffet im Remter, das von Eltern und Schülerinnen und Schülern der Oberstufe sowie dem Schulelternrat und dem Förderverein hergerichtet worden war.

Selbst diejenigen Schülerinnen und Schüler, die zunächst mit Skepsis an diesem Samstag in die Schule gekommen waren, dankten den Eltern und allen Referentinnen und Referenten für diesen außerordentlichen Samstagseinsatz mit hohem Informationsgehalt.

Ein ganz besonders herzlicher Dank geht an Sabine Campe, die hohen persönlichen Einsatz in die Realisierung des Projektes gesteckt hat.

Am Ende des Projekttages war literweise süße Zitronenlimonade getrunken worden.

Herr Wabbel hatte die richtige Empfehlung abgegeben, die zukünftigen Abiturientinnen und Abiturienten habe ihre Chance genutzt.

So lässt sich BIT im doppelten Sinne lesen: 1. als Berufsinformationstag und 2. als Einheit für den Informationsgehalt einer Nachricht.

Beides passt hervorragend zur Veranstaltung am 12. September.

Eine Neuauflage wäre wünschenswert.

Antje Ute Möhle (21.9.2009)

 

 

Bilder

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Fotos: A. U. Möhle, L. Campe

 

 

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