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Masterclass Teilchenphysik

03.10.2010: Die Oberstufenphysik vor dem Abitur wird im wesentlichen durch die Welt der kleinen Teilchen unserer Materie bestimmt. Doch was die Welt seit dem Urknall im Innersten zusammenhält, ist bei weitem noch nicht geklärt. Am Mittwoch, dem 29.09.10, hatten die Schüler unserer drei Physikkurse des Abiturjahrgangs 2011 die ausführliche Gelegenheit einmal in die Welt der allerkleinsten Bausteine des Universums einzutauchen. Als qualifizierter Referent war Herr Prof. Dr. Arnulf Quadt vom II. Physikalischen Institut der Georg-August-Universität Göttingen mit zwei seiner Doktoranden extra zum Wilhelm-Gymnasium angereist. In interessanten Vorträgen konnten unsere Schülerinnen und Schüler substantielle Einblicke in die Themen der Teilchenphysik und die Forschungsgebiete der Göttinger Wissenschaftler erhalten. Dabei wurde auch das Kernforschungszentrum CERN in Genf vorgestellt, da hier die Arbeitsgruppe von Prof. Quadt intensiv tätig ist. Das CERN gilt nicht nur wegen seinem 27 km langen kreisförmigen Hadronen-Beschleuniger LHC (Hadronen sind Teilchen, die der starken Wechselwirkung unterliegen, z. B. Neutronen und Protonen) als die größte Forschungsanlage der Welt. Allein der Apparat zur Detektierung der nach den Kollisionen herumfliegenden Teilchen, der sogenannte ATLAS-Detektor, wiegt 7.000 Tonnen. Aber auch für das Leben als Physik-Student in Göttingen wurde von den Doktoranten leidenschaftlich geworben. Im zweiten Teil der Veranstaltung konnten die Schüler in verschiedenen Arbeitsgruppen Ergebnisse von echten CERN Kollisionen auswerten. Auf der Suche nach Elektronen, Myonen, Tauonen und Jet-Quarks ernteten die Schüler bei der statistischen Auswertung Lob vom Professor. Ihre Ergebnisse lagen im Schnitt nur 1 Prozent neben den Ergebnissen der CERN Wissenschaftler. Diese hatten mit 400 Leuten dafür allerdings 10 Jahre gebraucht, unsere Schülerinnen und Schüler eine knappe Stunde ;-). Zum Abschluss ernteten die Göttinger Wissenschaftler dankenden Applaus für eine spannende Einführung in die nicht ganz einfachen Zusammenhänge der Teilchenphysik. Ein Dank geht auch an das Netzwerk Teilchenphysik der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, das diese Veranstaltung finanziell möglich gemacht hat.

Dirk Bielenberg

 

 

Bilder

  Fotos: D. Bielenberg

 

 

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