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Physikkurse erkunden 1000 m unter Tage das zukünftige Endlager Konrad

16.06.2017: Die Physik-Leistungskurse des Wilhelm-Gymnasiums wollten sich einmal persönlich anschauen, wo und wie in ein paar Jahren, nur 15 km von unserer Schule entfernt, der radioaktive Abfall endgelagert werden soll.
Die Schachtanlage Konrad, ein ehemaliges Eisenerz-Bergwerk in Salzgitter, ist das erste nach Atomgesetz genehmigte Endlager für schwach- und mittelradioaktive Abfälle. Was wird getan, um größtmögliche Sicherheit zu garantieren?

Die Mitarbeiter der seit neuestem zuständigen Bundesgesellschaft für Endlagerung nahmen sich viel Zeit, um den 30 Schülern die Stationen der 40-jährigen Historie des Endlagers zu erklären. Allein das Genehmigungsverfahren mit 290.000 Einsprüchen dauerte dabei rund 20 Jahre. Aber auch auf die spezifischen geologischen Voraussetzungen der Anlage wurde ausführlich eingegangen, denn die radioaktiven Abfälle sollen möglichst dauerhaft und wartungsfrei nicht mehr in den biologischen Kreislauf eingreifen können.

Nach der Einkleidung und dem Anlegen der Sicherheitsausrüstung ging es mit dem Fahrstuhl in vier Minuten auf die 1000m-Sohle. Trotz der ständigen Bewetterung wurde es da unten ganz schön warm, die Schachtwände haben hier bereits eine Temperatur von 40 Grad Celsius. Die Schülerinnen und Schüler bekamen einen guten Eindruck, welche hohen Anforderungen in dieser bizarren Umgebung an Mensch, Maschinen und Fahrzeugpark gestellt werden. Und wie kommen diese großen Radlader und Bohrgeräte überhaupt nach unten?

Stark beeindruckt und wieder über Tage konnten sich alle Beteiligten zum Abschluss nach Bergmannsbrauch noch einmal so richtig stärken.

Quizfrage:

Was ist der Finderlohn des ehrlichen Bergmanns, wenn er in der dunklen Unterwelt ein während der Fahrt vom Wagen gefallenes Handy findet? – Eine große Dose Würstchen!

D. Bielenberg

 

 

  Fotos: D. Bielenberg

 

 

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