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Schule
Das WG
Geschichte
Am 26. Oktober 1885 wurde das „Herzogliche Neue Gymnasium“ in Braunschweig als „Schwester-Anstalt“ des Gymnasiums Martino-Katharineum gegründet. Anlässlich des 100. Geburtstags Herzog Wilhelms erhielt es den Namen „Herzogliches Wilhelm-Gymnasium“.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde aus dem Herzoglichen Wilhelm-Gymnasium schließlich das „Staatliche Wilhelm-Gymnasium mit Realgymnasium“.
In der Nacht vom 22. auf den 23. April 1944 zerstörten alliierte Bomben weite Teile des Gebäudes. Im stark beschädigten Schulhaus waren zeitweise Kriegsgefangene untergebracht, amerikanische und britische Soldaten nutzten es schließlich als Truppenquartier.
Im Sommer 1946 erfolgte die Instandsetzung des Westflügels, im Sommer 1951 der Wiederaufbau des zerstörten Ostflügels. 1955 begann der Unterricht in den wiedergewonnenen Räumen.
Mit Beginn des Schuljahrs 1951/52 besaß das Wilhelm-Gymnasium einen altsprachlichen (erste Fremdsprache: Latein) und einen neusprachlichen Zweig (Französisch ab Klasse 9). Mitte der 60er Jahre wurde der neusprachliche Zweig in den Klassen 11 bis 13 in einen mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig umgewandelt.
1960 wurde die neue Turnhalle eingeweiht, 1962 kam ein Anbau für die Naturwissenschaften hinzu. Zur Verfügung stehen seitdem ein Hörsaal, Schülerarbeitsräume, Experimentierräume mit Laborplätzen sowie Vorbereitungs- und Sammlungsräume.
Seit 1964 ist das Wilhelm-Gymnasium Koedukationsschule.
Im Schuljahr 1981/82 wurde die Theater-AG gegründet, ebenfalls 1982 wurde erstmals Philosophieunterricht erteilt. In diesem Jahr begannen auch die Schüleraustauschprogramme mit der „Gilford Midlle High School“ in Gilford/New Hampshire (USA).
Am 19. März 1992 feierte man die völlige Neugestaltung und Neuausstattung des Chemietrakts. Im September 1992 folgte die Eröffnung einer Schülercafeteria.
Seit Beginn des Schuljahrs 1997/98 ist das Wilhelm-Gymnasium „Offene Ganztagsschule“. Als wichtige Vervollständigung der Ganztagsschulausstattung wurde im März 1999 die Schulmensa eröffnet.
Mit großem Engagement haben Schulleitung, Lehrkräfte, Schülerinnen, Schüler, Eltern und Schulträger seither die Räumlichkeiten, die Lehr-und-Lern-Ressourcen wie auch das besondere Profil des Wilhelm-Gymnasiums weiterentwickelt und die Schule als verlässliches Zentrum intensiven Lernens und umfassender Bildung gestärkt:
2001: Mediendidaktik
Das Wilhelm-Gymnasium wird Medienprojektschule.
Im Rahmen des niedersächsischen Medienkompetenz-Förderprogramms n21 erhält das Wilhelm-Gymnasium erhebliche Fördermittel, mit denen die informations- und kommunikationstechnologischen Ressourcen der Schule deutlich erweitert werden.
2002: Kooperation mit außerschulischen Bildungsträgern
Die traditionsreichen Beziehungen des Wilhelm-Gymnasiums zur Technischen Universität Braunschweig und zu anderen renommierten Institutionen in Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft, Politik und Sport werden intensiviert, neue Kooperationen mit außerschulischen Bildungsträgern entstehen.
2003: Hochbegabtenförderung, Schulprogramm
Das Wilhelm-Gymnasium gründet gemeinsam mit den Braunschweiger Grundschulen Comeniusstraße, Edith Stein, Heinrichstraße und Klint sowie mit der Orientierungsstufe Leonhardstraße den „Kooperationsverbund Hochbegabtenförderung“, der vom niedersächsischen Kultusministerium beauftragt wird, die staatliche Hochbegabtenförderung in der Stadt Braunschweig zu übernehmen.
Als eines der ersten Braunschweiger Gymnasien formuliert das Wilhelm-Gymnasium ein Schulprogramm, in dem Selbstverständnis und Entwicklungsziele der Schule dokumentiert sind.
2004: Erfolgreiche Umsetzung der Schulstrukturreform
Dem Wilhelm-Gymnasium wird das Schulgebäude Leonhardstraße 12 (ehem. „OS Leonhardstraße) angegliedert. Dort besuchen die WG-Jahrgänge 5 und 6 den Unterricht. Vorläufige Partner im Haus sind die Realschulen Georg-Eckert-Straße und J.-F.-Kennedy-Platz.
2005: Mittelstufenprofil, Oberstufenprofil, Schüleraustausch, Qualitätsentwicklung
Die Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgangs treten in eine neu gestaltete Profilmittelstufe (g. 7-10) ein, in der ein altsprachliches, ein neusprachliches und ein mathematisch-naturwissenschaftliches Profil angeboten wird. In den sprachlichen Profilen stehen als Fremdsprachen zur Wahl: Latein (nach Wunsch bereits ab Jg. 5), Griechisch, Englisch, Französisch, Spanisch. Das naturwissenschaftliche Profil umfasst u.a.: naturwissenschaftliche Praktika, Informatik, Astronomie, Ökologie.
Auch die Struktur der Oberstufe wird weiterentwickelt, eine Profiloberstufe entsteht.
Das bisherige Schüleraustauschprogramm (USA, Griechenland) wird ausgebaut und um den Austausch mit drei Schulen in Frankreich erweitert.
Schulleitung und Kollegium starten in die systematische Schulqualitätsentwicklung. Dabei werden sie von professioneller externer Evaluation (Schulpraktisches Zentrum, TU Braunschweig) unterstützt.
2006: Kooperation über die Grenzen Braunschweigs hinaus
Beispiele:
Schülerinnen und Schüler des Wilhelm-Gymnasiums, Jg. 12, treten an der Technischen Universität Braunschweig in ein sog. „Frühstudium“ ein, in dem sie die regulären Lehrveranstaltungen des Studienfaches absolvieren. Dabei kommen sie in den Genuss internationaler Kooperationen der TU Braunschweig, etwa der Kooperation mit der TU Compiégne bei Paris.
Das Wilhelm-Gymnasium wird „Partnerschule der TU Braunschweig“.
Das Wilhelm-Gymnasium übernimmt als Partner von phaeno Wolfsburg besondere Funktion in der neu errichteten phaeno Experimentierlandschaft: Schülerinnen und Schüler des WG werden dort wissenschaftsdidaktisch tätig.
Die WG-Schülerfirma „Know it“ erringt im Internationalen Wettbewerb der Schülerfirmen in Interlaken/CH den Titel „Beste Schülerfirma Europas“; dieses Projekt erfährt seine Fortführung in Zusammenarbeit mit überregional bedeutsamen Institutionen und Firmen.
2007: Intensivierung schulischen Lernens
Die Schule nutzt die Möglichkeiten externer wissenschaftlicher Evaluation ihrer Lehr- und Lernqualität.
Die schulinterne Förderung der individuellen Lernentwicklung wird systematisiert und intensiviert.
Alle Schülerarbeitsplätze erhalten neueste Computer.
Die Oberstufenbibliothek wird erweitert, ein Selbstlernzentrum für die Mittelstufe entsteht.
Zur Unterstützung eines möglichst förderlichen Miteinanders nehmen Schülermediatorinnen und Schülermediatoren ihre Arbeit auf.
Die vollständige Erneuerung der Biologie-Fachräume, Sporthallenböden und der Aula (Haupthaus) beginnt. In der Außenstelle des Wilhelm-Gymnasiums öffnet eine großzügige neue Ganztagsmensa ihre Tore.
Ein Drittel der Abiturientinnen und Abiturienten erreichen einen Abiturdurchschnitt von 1,9 bis 1,0.
Eine Schüler-Lehrer-AG forscht nach ehemaligen jüdischen WG-Schülern und nimmt im Gedenken an Otto Lipmann, Bruno Mielziener und Norbert Regensburger an der bundesweit bekannt gewordenen „Aktion Stolpersteine“ teil. Mit den Ergebnissen ihrer Arbeit treten die Schülerinnen und Schüler im großen Saal des Braunschweiger Amtsgerichts am 4. Dezember 2007 an die Öffentlichkeit.
2008-2010: Neue Lehrpläne – neue Räume – 125. Schuljubiläum
In allen Fächern werden neue schuleigene Curricula erarbeitet, dies für alle Jahrgänge, in enger Verzahnung mit dem Methodenkompetenz-Curriculum der Schule und unter besonderer Berücksichtigung der auf acht Jahre verkürzten Schullaufbahn.
Kollegium und Elternschaft intensivieren und erweitern ihre Zusammenarbeit. Elterngremien ergänzen das Bildungsangebot der Schule durch neue Initiativen und Projekte (Elternnetzwerk der WG-Hochbegabungsförderung, „WG-Café“ der Eltern des Schulvorstands, Berufsinformationstag BIT des Schulelternrats, Förderung v. a. musisch-künstlerischer Ausstattungen und Unternehmungen durch den WG-Förderverein u.a.).
Mit hochrangigen Bildungsträgern der Region tritt die Schule in Kooperationen ein, so u.a. mit dem Deutschen Zentrum für Luft-und Raumfahrt DLR am Forschungsflughafen Braunschweig, mit der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, mit dem Museum für Photographie Braunschweig, mit der Städtischen Bibliothek Braunschweig und mit der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel.
Die Anmeldezahlen zu den neuen 5. Klassen etablieren sich bei einer fortgesetzten Fünfzügigkeit. Dadurch gehört das Wilhelm-Gymnasium zu den am meisten angewählten weiterführenden Schulen in Braunschweig.
Mit den neuen Biologie-Fachräumen, der neuen zweiten Mensa und der neuen Großen Aula erweitern sich die Möglichkeiten der Schule spürbar. Damit sind nahezu alle Funktionsräume der Schule aktualisiert.
„WG im Dialog“, „WG kreativ“, WG festlich“: In 17 Veranstaltungen bedenkt und feiert das Wilhelm-Gymnasium im Jahr 2010 das 125-jährige Schuljubiläum. Höhepunkt des Festjahrs ist die Feierstunde am 2. Oktober 2010, die dem Dank der Schule an alle Partner und Förderer gewidmet ist. Hierbei wird auch der neue Konzertflügel und die von Grund auf erneuerte Säkular-Orgel der Öffentlichkeit vorgestellt.
Ausführliche Darstellung der Geschichte des Wilhelm-Gymnasiums
„Stolpersteine“ für ehemalige WG-Schüler