Unsere Schule
Das Wilhelm-Gymnasium wurde im Jahre 1885 als
humanistisches Gymnasium gegründet. Sein Namensgeber ist Herzog Wilhelm zu
Braunschweig und Lüneburg, der von 1830 bis 1884 das Braunschweiger Land
regierte.
Heute ist das WG das einzige Gymnasium in
Braunschweig, das in den Jahrgängen 5-10 ein altsprachliches, ein
neusprachliches und ein mathematisch-naturwissenschaftliches Profil anbietet, darüber
hinaus eine ausdifferenzierte Profiloberstufe führt und besondere Maßnahmen zur
Förderung begabter und hochbegabter Schülerinnen und Schüler bereithält.
Das Wilhelm-Gymnasium zählt mit 830 Schülerinnen und
Schülern zu den kleineren Gymnasien in Braunschweig. Es bietet die
pädagogischen Vorteile einer überschaubaren Schule. Enge Zusammenarbeit
zwischen den Lehrkräften und Eltern sowie ein freundliches
Lehrer-Schüler-Verhältnis ermöglichen ein Schulklima, in dem sich Kinder, Jugendliche
und junge Erwachsene wohlfühlen.
Das Hauptgebäude des Wilhelm-Gymnasiums entstand im
Jahre 1885. Es wurde in den Jahren 1992/93 den Denkmalschutzbestimmungen gemäß
saniert. Sichtbarer Ausdruck des besonderen neugotischen Stils des Hauses ist
die Eingangshalle und die mit einer bemerkenswerten Säkularorgel ausgestattete
Aula. Heute stehen den Schülerinnen und Schülern helle Klassenräume, gut
ausgestattete Fachräume und eine leistungsfähige Computeranlage zur Verfügung.
Für das leibliche Wohl sorgt die Schulmensa.
Zum Wilhelm-Gymnasium gehört seit August 2004 auch das
Gebäude der ehemaligen Orientierungsstufe Leonhardstraße, dem Hauptgebäude an
der Leonhardstraße in Sichtweite gegenüber gelegen. Hier haben die Schülerinnen
und Schüler der Klassen 5 und 6 ihre Räume, Spielgeräte und
Bewegungsmöglichkeiten.
Der Schulgarten am Okerufer und die Pausenhöfe, mit
Tischtennisplatten und Basketballkörben ausgestattet, dienen der Entspannung und
dem Spiel in Pausen und Freistunden. Eine Attraktion ist der 1993
fertiggestellte schuleigene Bootsanleger an der Oker. Er wird von den
WG-Kanuten genutzt, die inzwischen über mehr als 22 Wildwasser- und Poloboote
samt professionellem Zubehör verfügen.
Das Schulleben ist reich ausgestattet und weit
gefächert. Arbeitsgemeinschaften werden u.a. im sprachlichen Bereich (z. B.
„Viva Vox Latina“, Französisches Sprachendiplom DELF und DALF), im naturwissenschaftlichen
Bereich (z.B. Wettbewerbsbetreuung „Schüler experimentieren / Jugend
forscht“), im musisch-kreativen Bereich (Orchester-AG, Chor, Theater) und im
sozialen Bereich (z. B. Schulsanitätsdienst) angeboten.
Mit Partnerschulen in den USA, in Griechenland und
Frankreich wird ein regelmäßiger Schüleraustausch durchgeführt. Die
Studienfahrten der Oberstufe gehen nach Italien, Griechenland, Frankreich, Tschechien
und in weitere europäische Länder.
Regelmäßige Sonderveranstaltungen: Projektwochen,
Betriebspraktikum, Schulball im Großen Saal der Stadthalle, Sommerfest,
Weihnachtsgottesdienst, Musikabend, Theateraufführungen usw. usw. - Hinzu
kommen Einzelveranstaltungen wie Ausstellungen, Vorträge, Mitwirkung an der
Braunschweiger Schultheaterwoche sowie zahlreiche Aktionen und Projekte der
Schülervertretung.
Fördermaßnahmen wie die systematische Vermittlung von
Lerntechniken und die Einübung geeigneter Arbeitsmethoden helfen insbesondere
den jüngeren Schülerinnen und Schülern, die von recht unterschiedlichen
Grundschulen kommen, in der Gymnasiallaufbahn erfolgreich zu sein. Im Zuge
dieser umfassenden pädagogischen Bemühungen wurde von Lehrern, Schülern und
Eltern das Konzept der Offenen Ganztagsschule entwickelt, das mit Beginn des
Schuljahrs 1997/98 verwirklicht wurde. Zum Konzept des Ganztagsangebots gehört
u.a. die Erweiterung der Zusammenarbeit mit außerschulischen Bildungsträgern in
Wissenschaft, Wirtschaft, Politik, Kultur und Kunst
In unserer Schule verbinden sich Tradition und Innovation.
Im Interesse einer umfassenden Bildung unserer Schülerinnen und Schüler arbeiten Schulleitung, Lehrkräfte und Eltern intensiv zusammen und gewährleisten, dass das Wilhelm-Gymnasium seinem Ruf als zukunftsweisende Traditionsschule gerecht wird.
Die pädagogische und fachwissenschaftliche Dynamik unserer Schule spiegelt sich in zahlreichen Entwicklungsschritten; stellvertretend seien hier genannt:
Schuljahr 2000/01
- Erweiterung der Möglichkeiten der Begabtenförderung, u.a. Entwicklung einer sog. „D-Zug-Klasse“ („Springen“ von 10.1 nach 11.2)
Schuljahr 2001/02
- Entwicklung eines umfassenden Medienkonzepts sowie zahlreicher informations- und kommunikationstechnologischer Projekte für
den Unterricht
- Das Wilhelm-Gymnasium wird Medienprojektschule im Rahmen des "n21"-Technologieförderprogramms des Landes Niedersachsen in Kooperation mit der Firma Microsoft
Schuljahr 2002/03
- Entwicklung eines Konzepts der Hochbegabtenförderung
- Gründung eines Kooperationsverbunds Hochbegabtenförderung gemeinsam mit vier Grundschulen und einer
Orientierungsstufe
- Intensivierung der Vermittlung von Methodenkompetenz: Der Arbeitskreis Lerntechniken entwickelt neuartige Lehrgänge für Schülerinnen und Schüler, in denen Lernverfahren und Arbeitsmethoden vermittelt und eingeübt werden.
Schuljahr 2003/04
- Die Hochbegabtenförderung wird umgesetzt.
- Schulleitung, Lehrkräfte und Eltern entwickeln ein differenziertes Schulprogramm.
- Ausweitung des Methodentrainings
- Ausweitung der Beratungskompetenz der Schule
- Erweiterung des Schüleraustauschprogramms: neben dem Austausch mit Griechenland und den USA nun auch Austausch mit drei Schulen in Frankreich
Schuljahr 2004/05
- Entwicklung einer neu gestalteten Profilmittelstufe mit modularer Struktur, gebündelt in einem altsprachlichen, einem neusprachlichen und einem mathematisch-naturwissenschaftlichen Profil
- Einführung des Frühlateins (Latein ab Jg. 5)
- Einführung von Spanisch als dritter Fremdsprache
- Im Rahmen der Hochbegabtenförderung: Intensivierung der Kooperation mit außerschulischen Bildungsträgern, damit Anreicherung
unterrichtlicher Lehr-Lern-Prozesse für besonders interessierte und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler, aber auch für die Lerngruppen insgesamt
- Umsetzung von Pilotprojekten zur Schulqualitätsentwicklung
Schuljahr 2005/06
- Entwicklung einer neu gestalteten Profiloberstufe
- Start in die systematische Schulqualitätsentwicklung
- Kooperation mit dem Schulpraktischen Zentrum der TU Braunschweig im Bereich der Schulqualitätsevaluation
- Partnerschaft mit dem neu errichteten phaeno science center in Wolfsburg: Das Wilhelm-Gymnasium wird "Kooperationspartner phaeno
Wolfsburg". Dies bedeutet konkret u.a., dass Schülerinnen und Schüler des WG dort wissenschaftsdidaktisch tätig werden.
Schuljahr 2006/07
- Eine weitere großzügige Mensa öffnet die Tore in der WG-Außenstelle.
- Alle Schülerarbeitsplätze erhalten neueste Computer.
- Die Hausaufgaben-Betreuung am Nachmittag wird erweitert.
- Das Institut für Pädagogische Psychologie der TU Braunschweig unter der Leitung von Frau Prof. Dr. B. Jürgens erhebt nach wissenschaftlichen Standards die Qualität unserer Schule in ausgewählten Bereichen.
- Die Schule verwirklicht ein umfassendes Konzept der Förderung individueller und kontinuierlicher Lernentwicklungen.
- 24 Schülermediatiorinnen und -mediatoren („Streitschlichter“) schließen die Mediationsausbildung im Rahmen des niedersächsischen Projekts „Schule konfliktfähig“ ab und stellen sich im Schulalltag als Streitschlichter zur Verfügung.
- Das Wilhelm-Gymnasium wird „Partnerschule der TU Braunschweig“.
Schuljahr 2007/08
- Die Oberstufenbibliothek wird erweitert, ein Selbstlernzentrum für die Mittelstufe entsteht.
- Im Rahmen der schulinternen Qualitätsentwicklung wird der Schulbereich „Hausaufgaben“ evaluiert und systematisch verbessert.
- Die Kooperationen mit professionellen Bildungspartnern wachsen. Die Zusammenarbeit der Schule mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. in der Helmholtz-Gemeinschaft (DLR) am Braunschweiger Forschungsflughafen beginnt.
- Dem Kooperationsverbund Hochbegabungsförderung, der das Wilhelm-Gymnasium und vier Grundschulen umfasst, tritt die Kindertagesstätte St. Magni bei; damit ergibt sich die Möglichkeit kontinuierlicher Hochbegabungsförderung vom Vorschulalter bis zum Abitur.
- Der Kooperationsverbund Hochbegabungsförderung richtet unter Mitwirkung des Wilhelm-Gymnasiums ein überregionales „Forum Hochbegabungsförderung“ aus, in dem das Miteinander von hochbegabten und herkömmlich begabten Schülerinnen und Schülern thematisiert wird.
Schuljahr 2008/09
- Die Anwahlmöglichkeiten der Fächer in der Profiloberstufe werden flexibilisiert, die Zahl der anwählbaren Fächerkombinationen wird damit deutlich erhöht.
- Das Sprachenangebot wird erweitert: Spanisch kann nun bis zum Abitur betrieben werden.
- Die Fachgruppe Alte Sprachen (Griechisch, Latein) und die Fachgruppen Moderne Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Spanisch) verstärken die schulinterne Zusammenarbeit als Beitrag zu einem sprachlich-geisteswissenschaftlichen Profil der Jahrgänge 7-9, dem Pendant zum mathematisch-naturwissenschaftlichen Profil der Schule.
- Der Dialog mit den Grundschulen der Stadt und der Region Braunschweig wird intensiviert, um den Schülerinnen und Schülern der 4. Klassen einen möglichst unproblematischen Übergang in die Gymnasiallaufbahn zu ermöglichen.
- Wilhelm-Gymnasium und Städt. Bibliothek Braunschweig fördern in gemeinsamen Aktionen die Medien- und Methodenkompetenz der WG-Schülerinnen und WG-Schüler. Vereinbart wird ein Ausbau der Kooperation.
- Im Rahmen der Kooperation zwischen dem Wilhelm-Gymnasium und der Deutschen Forschungsanstalt für Luft- und Raumfahrt DLR in Braunschweig wirken WG-Lehrkräfte an der Entwicklung des neuen, am Forschungsflughafen Braunschweig angesiedelten „DLR-School-Lab“ mit (Eröffnung voraussichtlich Ende 2009).
- Zwischen dem Wilhelm-Gymnasium und dem Museum für Photographie Braunschweig entsteht eine praxisbezogene und projektorientierte Kooperation.
- Eine WG-Schülerzeitung wird gegründet: Der „WGtarier“ bietet ein kreatives und kritisch-konstruktives Forum für Schülerinnen, Schüler, Eltern und Lehrkräfte
Schuljahr 2009/10
- Der Fachbereich Biologie des Haupthauses erhält völlig neue Räume und eine erweiterte Lehrmittelsammlung unter Einbeziehung leistungsstarker elektronischer Medien und Arbeitsgeräte.
- Der Schüleraustausch zwischen Kiryat Tivon (Israel) und dem Wilhelm-Gymnasium beginnt.
- Das „Elternnetzwerk Hochbegabtenförderung“ des Wilhelm-Gymnasiums, eine landesweit einzigartige Initiative, differenziert sich weiter aus und entwickelt zusätzliche programmatische und praktische Förderprojekte. Eine eigene Internet-Präsentation entsteht (
koop-verbund-bs.1de).
- Die schulpädagogische Zusammenarbeit mit den Braunschweiger Grundschulen wird intensiviert. Insbesondere in den Hauptfächern beginnt ein gründlicher fachdidaktischer Dialog, aber auch ein kontinuierlicher unterrichtspraktischer Austausch &ndash dies mit dem Ziel, den Übergang der Schülerinnen und Schüler von der Grundschule zum Gymnasium zu erleichtern.
- Unter der Ägide des Schulelternrats wird ein herausgehobener WG-Berufsinformationstag realisiert: Mehr als 60 hochqualifizierte Referentinnen und Referenten aus dem Kreis der ehemaligen WG-Schüler, der Eltern und Förderer stehen den WG-Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschülern in allen Fragen der Berufspraxis Rede und Antwort. Dieses Forum soll nun alle zwei Jahre zur Verfügung stehen.
- In Gegenwart der niedersächsischen Kultusministerin und weiterer hochrangiger Personen aus der Landesverwaltung, der Stadt Braunschweig sowie aus Forschung, Wissenschaft und Wirtschaft wird am Forschungsflughafen Braunschweig das „School-Lab“ des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR eröffnet, dessen didaktisches Konzept ganz wesentlich durch Lehrkräfte des Wilhelm-Gymnasiums entwickelt wurde. Das Wilhelm-Gymnasium wird DLR-Partnerschule.
- Aufgrund zahlreicher besonderer Erfolge in den Wettbewerben „Schüler experimentieren“ und „Jugend forscht“ in den Jahren 2005 bis 2010 und insbesondere aufgrund herausragender Wettbewerbserfolge im Schuljahr 2009/2010 erhält das Wilhelm-Gymnasium den Ehrentitel „Jugend-forscht-Schule 2010“.
Schuljahr 2010/11
- „WG im Dialog“, „WG kreativ“, WG festlich“: In 17 Veranstaltungen bedenkt und feiert das Wilhelm-Gymnasium im Jahr 2010 das 125-jährige Schuljubiläum. Höhepunkt des Festjahrs ist die Feierstunde am 2. Oktober 2010, die dem Dank der Schule an alle Partner und Förderer gewidmet ist. Hierbei wird auch der neue Konzertflügel und die von Grund auf erneuerte Säkular-Orgel der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein farbenfroher Schulball, der 25. Ball in Folge, schließt das Jubiläumsjahr ab.
- Mit besonderem Erfolg absolvieren die Schülerinnen und Schüler des neunjährigen Gymnasiums und diejenigen der achtjährigen Schullaufbahn die gemeinsame Abiturprüfung 2011. Von 162 Prüflingen erreichen 159 die Allgemeine Hochschulreife. Drei Prüflinge erlangen die Fachhochschulreife. 49 Schülerinnen und Schüler erzielen eine Abiturnote zwischen 1,9 und 1,0 – dies recht genau zur Hälfte im neunjährigen und im achtjährigen Bildungsgang.
- Die Schule entwickelt das Konzept einer Chorklasse, die den 5. und 6. Jahrgängen angeboten werden soll. Hierbei geht es vor allem um die Förderung der Freude am Singen, um die Erarbeitung eines weiten Liedrepertoires, um die Pflege von Sologesang, Chorgesang und Stimmbildung sowie insgesamt um den kreativen Umgang mit Stimme und Körper.
Schuljahr 2011/12
- Die Physik-Unterrichtsräume des Haupthauses werden komplett demontiert, der Einbau modernster Fachräume beginnt. Auch die Physik-Sammlung wird auf einen zukunftsweisenden Stand gebracht. Nachdem der erste Bauabschnitt pünktlich zum Jahresende 2011 fertig gestellt werden konnte, ist mit einem erfolgreichen Abschluss der Arbeiten im Sommer 2012 zu rechnen.
- Den Schülerinnen und Schülern der Außenstelle, d.h. den Jahrgängen 5-7 wird ab Februar 2012 eine „Gestaltete Mittagspause“ angeboten: Zur Mittagszeit stehen damit nicht nur die Mensa-Angebote zur Verfügung, auch an den musischen Angeboten und den Möglichkeiten des sozialen Miteinanders können sich die Interessierten erfreuen: „Schmökern“ in der Bücherei, sich vorlesen lassen, basteln, Teilnahme an Entspannungsübungen sowie an Spiel und Sport werden als Angebote erprobt.
Thamm van Balen, Schulleiter