2.14 Gesundheitsförderung

Gesundheitsförderung und Prävention sind wichtige Bestandteile der nachhaltigen Schulentwicklung und Erziehungsarbeit am Wilhelm-Gymnasium. Unsere Schüler:innen lernen, Verantwortung für ihre eigene physische und mentale Gesundheit sowie die Gesundheit anderer zu übernehmen. Respekt und Wertschätzung, Beteiligung und Verantwortung sind prägende Bestandteile unserer Schulkultur und beeinflussen das Schulklima und die Schulkultur positiv.

Das Konzept zur Gesundheitsförderung beinhaltet auch Maßnahmen zur Suchtprävention. Dabei werden Themen und Handlungsfelder zur schulischen Gesundheitsförderung und Prävention z. T. nicht eigens als solche kenntlich gemacht, sondern sind in den Unterricht der Fächer und in das Schulleben alters- und zielgruppengerecht integriert (vgl. Konzept zur Gewaltprävention und Medienkompetenz).

Das Präventionskonzept des Wilhelm-Gymnasiums wird jährlich reflektiert und weiterentwickelt.

Suchtprävention

1. Grundsätze/Ziele

Ziele der Suchtprävention sind Verhinderung von Sucht sowie die Vermeidung oder Beendigung gesundheitsschädigender Konsum- und Verhaltensformen. Damit kann schulische Suchtprävention keine sporadische, isolierte und nur auf Informationsvermittlung ausgerichtete Einzelmaßnahme sein. Einmalige Aktionen können zwar Anstöße geben, aber nur eine langfristige, kontinuierliche und ganzheitliche Präventionsarbeit ist zielführend. Suchtprävention ist damit umfassende Aufgabe aller Unterrichtsfächer, wobei eine Präventionsmaßnahme nicht unbedingt diesen Namen erhält und für die Betroffenen auch nicht immer kenntlich gemacht wird.

In der Suchtprävention hat es sich als sinnvoll erwiesen, die Förderung von Selbstwirksamkeit und die Entwicklung von Lebenskompetenz in das Zentrum der Maßnahmen zu stellen. Selbstwirksamkeit, die das Vertrauen in die persönlichen Kompetenzen, Schwierigkeiten aus eigener Kraft zu meistern, bezeichnet, wird durch die Gestaltung einer Lernumwelt gefördert, die eigene Erfolgserfahrungen und die Beobachtung von erfolgreichen Verhaltensmodellen möglich macht. Jede Förderung sozialer, kommunikativer und Team-Kompetenzen führt zur Erweiterung der Lebenskompetenzen, wie z. B. Selbstwahrnehmung, Empathie, kreatives und kritisches Denken, Entscheidungs- und Problemlösefähigkeit, Gefühls- und Stressbewältigung, Kommunikations- und Beziehungsfähigkeit.

Dabei eröffnet die Wahrnehmung persönlicher Handlungskompetenzen Handlungsoptionen, fördert die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung und führt zu einer angemessenen Bewältigung von Alltagsbelastungen und entwicklungstypischen Anforderungen, sodass die Schüler:innen nicht auf Risikoverhalten zurückgreifen müssen.

Vorrangige Ziele der Präventionsarbeit in der Schule sind daher:

  • solche Einstellungen und Handlungsmöglichkeiten zu fördern, die zur konstruktiven Lösung alltäglicher Lebensprobleme wie auch zur Bewältigung schwieriger Existenzfragen beitragen, ohne dass auf den Konsum von Suchtmitteln ausgewichen wird;
  • sich widersetzen zu können, wenn in besonderen Situationen durch ein unmittelbares Angebot von Drogen zu einem Suchtverhalten ermuntert wird;
  • ein Gesundheitsverhalten zu entwickeln, das auf dem Bewusstsein der Verantwortung gegenüber dem eigenen Körper, der eigenen geistig-seelischen Entwicklung und dem unmittelbaren sozialen Umfeld beruht.

 Daraus resultieren

  • der völlige Verzicht auf illegale Drogen;
  • der selbstkontrollierte Umgang mit legalen Suchtmitteln (z. B. ein bestimmungsgemäßer Gebrauch von Medikamenten mit Suchtpotential);
  • kritische Aufmerksamkeit bezüglich jener Verhaltensweisen, die zu einer stoffungebundenen Sucht führen können.

Das Thema „Sucht- und Drogenprävention“ soll mindestens einmal im Schuljahr auch in der Gesamtkonferenz behandelt werden mit dem Ziel, die präventive Arbeit in Schule und Unterricht zu verbessern.

2 Umsetzung des Präventionsgedankens

2.1 Allgemeine Maßnahmen zur Förderung der Selbst- und Lebenskompetenzen

Diese Maßnahmen sind an kein spezielles Unterrichtsfach gebunden und meist nicht explizit als Präventionsmaßnahme erkennbar. Im Folgenden sind die wesentlichen präventionsfördernden Merkmale unserer Schule genannt:

  • Klassenlehrer:innenprinzip: Eine Klasse wird von einem Klassenlehrerteam über einen längeren Zeitraum begleitet. Dadurch ergibt sich eine tragfähige, stabile und verlässliche Beziehung zwischen Lehrer:innen und Schüler:innen, so dass ein kurzer Weg der Ansprache bei allen individuellen Anliegen möglich ist. Das Team hält ebenfalls engen Kontakt mit den Eltern: individuell, auf Elternabenden oder -sprechtagen.
  • Verfügungsstunde: Alle Klassen von Jahrgang 5 bis Jahrgang 9 haben durchgängig eine Verfügungsstunde (Klassenlehrer:innenstunde) pro Woche, die auch gemeinsam vom Klassenlehrerteam genutzt werden kann. In dieser Stunde werden alle Anliegen der Klasse bearbeitet: die Schüler:innen planen gemeinsame Aktivitäten, können ihre Sichtweisen, ihre Erfahrungen, aber auch ihre Probleme einbringen und lernen, dass sie als Gemeinschaft dafür verantwortlich sind, Änderungen vorzunehmen.
  • Kennlerntag: Neu zusammengesetzte Klassen (Jg. 5, Jg. 8, Jg. 11) haben in den ersten Wochen einen zusätzlichen Wandertag, um sich als Klasse besser kennenzulernen.
  • Riten und Regeln: Eine wichtige Rolle im Schulalltag spielt auch das Einführen und konsequente Einhalten von Riten und Regeln in der Klasse und in der Schule. Durch eine intensive Einführung in die neue Schule und durch die Gelegenheit, wöchentlich in der Verfügungsstunde gemeinsame Verabredungen zu treffen, wird die Einhaltung von Regeln zeitnah und unter aktiver Verantwortungsübernahme durch Schüler:innen besprochen und eingeübt.
  • Dienste: Die Schüler:innen wirken aktiv an der Gestaltung des Schullebens mit. Sie übernehmen Verantwortung und tragen dazu bei, den Schulalltag für alle angenehm zu gestalten. Zu ihren Aufgaben zählen u.a. Schließdienst, Mensadienst, Büchereidienst, Sanitätsdienst und Klassendienst. Am Ende des Schuljahres werden die Schüler:innen für ihr Engagement im Rahmen einer Feierstunde des Jahrgangs ausgezeichnet.
  • Medienkompetenz-Training: In den Jahrgängen 5-7 werden unsere Schüler:innen nicht nur an die kritisch-konstruktive Nutzung elektronischer Medien herangeführt, sondern sie werden auch mit der verantwortlichen Gestaltung medialer Kommunikation vertraut gemacht (s.a. „Medienkompetenz-Training“). (Jg. 5: Grundlagen im Umgang mit dem Internet (FG Informatik); Jg. 6: Vertiefung der Kenntnisse und spezielle Schulung im Umgang mit sozialen Netzwerken in Kooperation mit einer externen Kraft)
  • Förder- und Forderprogramme beginnen in Klasse 5 und werden in Absprache und in Zusammenarbeit mit dem Klassenteam von Fachlehrer:innen vorgenommen. Im Sinne einer Prävention kann jede und jeder das Gefühl entwickeln, unterstützt zu werden und seine Kompetenzen zu erweitern.
  • Beratung: Am WG gibt es zwei Beratungslehrer:innen, drei Sozialpädagoginnen und ein Mobbing-Interventions-Team (MIT), mit denen die Schüler:innen vertraulich über individuelle Anliegen sprechen können (s.a. Schule → Personen → Beratungslehrer/Sozialpädagogin/MIT). Bei Bedarf führen der Beratungslehrer, die Sozialpädagoginnen und das MIT Gespräche mit Schulklassen oder Schüler:innengruppen und unterstützen gruppendynamische Prozesse. Darüber hinaus bieten die Sozialpädagoginnen und das MIT Einheiten für Klassen zum Kennenlernen, zur Kommunikation und zur Teamarbeit an.
  • Konfliktschlichter:innen: Konfliktschlichter:innen sind Schüler:innen, die in Schulungen gelernt haben, Klärungsgespräche zu führen. Sie stehen für Vermittlungsgespräche bei Streitigkeiten in Klasse 5-7 bereit.
  • Mediation: Ausgebildete Schulmediatorinnen bieten Vermittlung in Konflikten zwischen Schüler:innen untereinander oder bei Problemen in der Kommunikation zwischen Schüler:innen und Lehrkräften, Lehrkräften und Eltern oder auch Lehrkräften untereinander (s.a. „Hilfe bei Konflikten: Mediation“).
  • AG-Angebot: Unser vielfältiges AG-Angebot ist ebenso bedeutsam. Dadurch können die Schüler:innen Bereiche ihres Interesses und ihrer Stärke wählen. Es gibt auch Schüler:innen, die eigene AGs anbieten, und auch in einigen jahrgangsübergreifenden AGs übernehmen Schüler:innen Verantwortung für andere und geben ihr Wissen weiter.
  • Schulung der Schülersprecher:innen: Alle neugewählten Schülersprecher:innen der Sek. I werden jahrgangsweise vom SV-Beratungslehrer und vom Schülerrat geschult. In dieser Schulung geht es nicht nur um die Aufgaben einer Schülersprecherin/eines Schülersprechers, sondern auch um das Auftreten vor der Klasse und die Zusammenarbeit mit den Lehrer:innenn im Hinblick auf die Interessenvertretung der Schüler:innen.
  • Die üblichen außerunterrichtlichen Angebote wie Klassenfahrten, Exkursionen, Wandertage usw. mit der Gelegenheit, persönliche Bindungen zu festigen, sind selbstverständlich.

Willkommensmaßnahmen für den Jahrgang 5 (siehe auch „Schule → Schulprogramm → Begleiteter Übergang der Grundschülerinnen und Grundschüler zum Wilhelm-Gymnasium“)

  • Einführungstage: In den ersten Schultagen haben die neuen Schüler:innen nur bei dem Klassenlehrerteam Unterricht. Zusätzlich gibt es einen erlebnispädagogischen Tag in den ersten Wochen. Die Tage gelten dem gegenseitigen Kennenlernen und dem der Schule sowie der geltenden Regeln (Schulordnung).
  • Patenschüle:rinnen: Vor allem während der ersten Zeit, aber auch im gesamten Schuljahr 5 helfen Patenschüler:innen aus höheren Jahrgängen bei allen kleinen und großen Anliegen und sind verlässliche und kompetente Ansprechpartner:innen.
  • Eigene Schulfeste: Zu Beginn des Schuljahres finden das Sportfest und das Begrüßungsfest der Schule für die Jahrgänge 5 bis 7 statt. Für unsere 5. Klassen organisiert die SV ein Rosenmontagsturnier. Hier bieten sich zahlreiche Gelegenheiten, Mitschüler:innen aus der eigenen wie auch aus anderen Klassen und Jahrgängen näher kennenzulernen und die Klassengemeinschaft zu stärken.
  • Elternsprechtag im November: Neben den Elternsprechtagen für alle zu Beginn des 2. Halbjahres gibt es im November einen Elternsprechtag nur für den Jahrgang 5, der die individuelle Lernentwicklung auf der Grundlage der Ergebnisse der pädagogischen Dienstbesprechungen und das Gelingen des Übergangs von der Grundschule zum Thema hat.
  • Klassenfahrt: Alle Klassen fahren in Jahrgang 6 auf Klassenfahrt, meist mit erlebnispädagogischem Schwerpunkt, um die Klassengemeinschaft weiter zu stärken.

2.2 Maßnahmen, die an Unterrichtsfächer gebunden sind

Über die allgemeinen Maßnahmen hinaus, sind viele Aspekte der Suchtprävention in die Jahrgangscurricula, insbesondere in den Fächern Biologie, Werte und Normen, evangelische und katholische Religion integriert.

Beitrag des Fachs Biologie zur Suchtprävention und zur Gesundheitserziehung:

Schuljahrgänge 5/6:

Innerhalb der Unterrichtseinheit „Bewegungsapparat des Menschen“ werden die Themen „Rücken“ und „Fuß“ behandelt. Im Rahmen dieser Einheit werden Übungen zur Gesunderhaltung von Rücken und Fuß durchgeführt und das richtige Tragen und Packen der Schultasche bzw. anderer schwerer Gegenstände thematisiert.

Körperhygiene, das Kondom als Verhütungsmittel, Veränderungen in der Pubertät sind Inhalte der Unterrichtseinheit „Der Körper verändert sich“.

Schuljahrgang 8:

In Anknüpfung an die Unterrichtsinhalte „Atmung“ und „Blutkreislauf und Herz“ des Biologieunterrichts wird das Thema Rauchen behandelt. Zu diesem Thema gibt es vom Gesundheitsamt in Braunschweig folgende Angebote:

  • „Rauchen kann tödlich sein!“ Braunschweiger Ärzte berichten
  • „Be smart – don’t start“ – ein Wettbewerb mit dem Ziel, dass möglichst keine Schüler:innen den Einstieg ins Rauchen finden.
  • „Rauchfrei dabei“, Veranstaltung des Gesundheitsamtes, die neben einer Aufklärung zu Folgen des Rauchens auch Interaktionsspiele zum Üben des „Nein-Sagens“ bietet.

Die Organisation obliegt den jeweiligen Biologielehrer:innen in Absprache mit dem Klassenlehrerteam.

Gesunde Ernährung und der Zusammenhang zwischen Energiebedarf, Energieaufnahme und Körpergewicht sowie das Thema Essstörungen werden im Rahmen der Unterrichtseinheit „Verdauung“ behandelt.

Schuljahrgänge 9-10:

Die Wirkung von Drogen auf das Nervensystem ist Inhalt des Biologieunterrichts des 8. Schuljahrgangs. Ausgehend hiervon sollen Alkohol und illegale Drogen im Vordergrund eines Suchtpräventionsprojektes stehen, das die Biologielehrer:innen der jeweiligen Klassen möglichst in Absprache mit den Religions-, WuN- und/oder Klassenlehrer:innen auswählen und betreuen. Zur Cannabisprävention haben Polizei, Drogenberatungsstelle und Gesundheitsamt das „Planspiel Cannabis“ entwickelt. In der Unterrichtseinheit „Sexualerziehung“ werden Verhütungsmittel und sexuell übertragbare Erkrankungen thematisiert.

Im 10. Schuljahr werden Vor- und Nachteile des Impfens im Rahmen der Immunbiologie diskutiert.

Beitrag des Fachs Werte und Normen[1] zur Suchtprävention:

Schuljahrgang 5

  • Innerhalb des Leitthemas „Glück und Lebensgestaltung“ werden „individuelle Zukunftswünsche und Kriterien für glückliches Leben“ beschrieben; es wird „kritisch“ das „Verständnis von Erfolg und Misserfolg“ diskutiert, und es werden „Verhaltensmöglichkeiten für den Umgang mit Erfolg bzw. Misserfolg“ entwickelt.
  • Innerhalb des Leitthemas „Ich und meine Beziehungen“ werden „Merkmale von Freundschaften“ beschrieben, „verschiedene Formen […] persönliche[r] Beziehungen im Umfeld von Schule und Freizeit“ unterschieden, und es wird „die Bedeutung von Idolen und Vorbildern für das eigene Leben“ diskutiert.
  • Innerhalb des Leitthemas „Regeln für das Zusammenleben“ werden „Werte, die bestimmten Regeln und Normen zugrunde liegen“, erläutert sowie „mögliche Folgen von Regelverletzungen“ bewertet.

Verbindliche Begriffe sind „Erfolg/Misserfolg, glückliches Leben, Verantwortungsbewusstsein“; „Freundschaft, Idol, Vorbild“; „Normen“, „Werte“.

Schuljahrgang 6

  • Innerhalb des Leitthemas „Leben in Vielfalt“ werden „unterschiedliche Formen der Lebensgestaltung“ beschrieben, „Ursachen und Folgen von Vorurteilen“ erläutert, „Möglichkeiten und Voraussetzungen eines toleranten Zusammenlebens“ diskutiert.

Verbindliche Begriffe sind „Einfühlungsvermögen, Feindbild, Freundschaft, Integration, Klischee, Toleranz, Vorurteil“;

Schuljahrgang 8

  • Innerhalb des Leitthemas „Das Ich und seine sozialen Rollen“ werden „unterschiedliche Erwartungshaltungen und Verhaltensmuster in unterschiedlichen sozialen Rollen“ erläutert sowie „individuelle Erwartungen an die Verwirklichung eines eigenen Ichs“, „Möglichkeiten, ein positives Selbstwertgefühl zu erfahren“, entwickelt, „Optionen, um Konflikten zwischen individueller Erwartung und sozialer Rolle zu begegnen“ reflektiert.
  • Innerhalb des Leitthemas „Konstruktiver Umgang mit Krisen“ werden „individuelle Krisensituationen und –verläufe“ beschrieben, „verschiedene Suchtformen“ hinsichtlich ihrer „Ursachen und Auswirkungen“ erläutert, „verschiedene Orientierungskrisen“ beschrieben sowie „Möglichkeiten zum Umgang mit und zur Prävention von Krisen“ reflektiert.
  • Ein Workshop durch die Jugend- und Drogenberatungsstelle Braunschweig wird empfohlen.

Verbindliche Begriffe sind „soziale Rolle, Selbstwertgefühl, Konflikt“; „Krise, Sucht, Orientierung, Prävention“

Schuljahrgang 9

  • Innerhalb des Leitthemas „Entwicklung und Gestaltung von Identität“ werden „Ausdrucksformen individueller Freiheit“ analysiert, „verschiedene Formen der Geschlechtsidentität“ untersucht, „individuelle Glücksvorstellungen“ erörtert, und es wird der „Umgang mit der eigenen Endlichkeit“ reflektiert.

Verbindliche Begriffe sind „Endlichkeit, Freiheit, […] Glück, Identität“. Die konkrete Gestaltung obliegt der Fachlehrerin/dem Fachlehrer. Details regelt das schuleigene Curriculum.


[1] Grundlage/Quelle: Kerncurriculum für das Gymnasium Schuljahrgänge 5-10. Werte und Normen. Hannover 2017.

Beitrag der Fächer evangelische und katholische Religionslehre zur Suchtprävention:

Schuljahrgänge 7-13:

Ausdrücklich wird das Thema „Suchtprävention“ im evangelischen und katholischen Religionsunterricht im achten Schuljahr behandelt. In der Unterrichtssequenz „Sich entscheiden – dem Gewissen folgen“ werden in Jahrgang 8 Aspekte von Suchtverhalten und Suchtprävention aus verschiedenen Blickwinkeln bearbeitet. Im Zentrum steht dabei die Frage nach der Sinnstiftung des eigenen Lebens, so dass es insbesondere auch um suchtfördernde Strukturen geht. Darüber hinaus liegt der Fokus nicht nur auf Drogen, sondern auch auf anderen Formen von Sucht wie „Magersucht“ oder „Computersucht“.

Erarbeitet werden auch Möglichkeiten des „Verzichts“, z.B. hinsichtlich der Aktion „7 Wochen ohne“ in der Passionszeit zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag.

Der Gedanke des „Verzichts“ als Möglichkeit christlicher Lebensführung wird bereits in Klasse 7 im Rahmen der Thematik „christliches Leben vom Mittelalter bis zur Reformation“ – etwa im Blick auf mönchisches Leben oder die Beschäftigung mit der Lebensführung Franz von Assisi – vorbereitet (vgl. schuleigene Curricula, vgl. Jg.7).

Die Unterrichtssequenzen in Jahrgang 12 und/oder 13, die die christliche Anthropologie und ethische Fragestellungen thematisieren, nehmen die Thematik hinsichtlich des christlichen Freiheitsverständnisses, individueller Lebenskonzepte und des alltäglichen Handelns in den Blick.

Details regeln die schuleigenen Lehrpläne.

Beitrag des Fachs Politik zur Suchprävention:

Schuljahrgang 8:

„Konsumrisiken – Jugendliche in der Schuldenfalle“. Weiterhin können die Kolleginnen und Kollegen im Jg. 8 fakultativ einen Gerichtsbesuch einplanen, wo die strafrechtliche Relevanz des BtmG im Verhältnis zum StGB steht.

3. Beratungsstellen:

Gesundheitsamt Stadt Braunschweig
Hamburger Straße 226
Tel. 0531/470-70 7272 http://www.braunschweig.de/leben/gesundheit/gesundheitsdienst/gesundheitsfoerderung/index.php sozialpsychiatrischer.dienst@braunschweig.de
CLEAR

Juliusstr. 2
38118 Braunschweig
Tel. 0531 / 480 7990 Drobs-braunschweig@paritaetischer-bs.de  http://www.paritaetischer-bs.de
Jugendberatung Mondo X
Paul-Jonas-Meier-Str. 42
0531 / 377 374
info@mondo-x.de www.mondo-x.de
Lukas-Werk   www.lukas-werk.dePräventionsteam Polizeiinspektion Braunschweig
Friedrich-Vogtländer-Str. 41,
38104 Braunschweig Simon Amore, 0531-4763263
Ines Fricke, 0531 – 4763059 ines.fricke@polizei.
niedersachsen.de
Jugendberatung bib
Domplatz 4
38100 Braunschweig 0531 / 52085 Hotline: 0178 6264182 jugendberatung-bib@b-e-j.de www.jugendberatung-bib.de

Besondere Projektangebote:

  • Projekt „KlarSicht – Mitmach-Parcours zu Alkohol und Tabak“
    Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, www.klarsicht.bzga.de
  • Anti-Raucher-Wettbewerb „Be smart, don’t start“
    IFT (Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung, Kiel), www.besmart.info
  • Cannabis-Planspiel für Schülerklassen des 8. bzw. 9. Jahrgangs
    Zusammenarbeit der Drogenberatungsstelle (drobs), dem Gesundheitsamt und der Polizei

Februar 2026